Hörzu-Leserbriefarchiv online
"Die Ausstrahlung eines Zweiten Fernseh – Programms ist bestimmt eine feine Sache. Würden Sie uns aber bitte sagen, ob man dieses Zweite Programm auch ohne weiteres empfangen kann? Muß man dazu jeweils die Antenne drehen und einen anderen Kanal einschalten, oder wie geht das vor sich?"
"Bitte setzen Sie sich dafür ein, daß die Fernsehspiele am Sonntag auf einen späteren Zeitpunkt verlegt werden. Wer von uns Hausfrauen kann denn um 13 Uhr vor dem Fernsehgerät sitzen?"
"Ich bin immer wieder erschüttert über den schauderhaften Geschmack der breiten Masse des deutschen Publikums in bezug auf die leichte Muse. Deutschland scheint immer mehr Absatzplatz für seelenvolle Schnulzen à la Heintje, Roy Black, Ronny, Freddy usw. zu sein. Aber man muß dagegen einmal das große und vielseitige Können eines Adamo, Aznavour, Bécaud u.a. setzen."
"Wenn schon die Handlung zum größten Teil auch wieder aus Erotik besteht, müssen dann auch noch Ausdrücke wie: Sau, Scheiße, Arschloch usw. gebraucht werden? Machen sich die Verantwortlichen eigentlich gar keine Gedanken darüber, was sie damit vor allem der Jugend an Vorbildern und Beispielen bringen? Brauchen wir uns über unsere heutige junge Generation zu beschweren, wenn wir ihnen mit solchen Dingen kommen? Ich bin 47 Jahre alt und muß oft meinen 16jährigen Sohn vom Fernsehen weg ins Bett schicken, weil ich mich schäme, mit ihm gemeinsam solche Filme anzusehen."
Unter der Domain Zuschauerpost.de veröffentlicht Axel Schneider die Leserbriefe aus der Programmzeitung Hörzu. Nett ist übrigens auch der im Jahr 1950 geworfene Blick in das Jahr 2000.
(via ronsens links links links)
Simon Hengel
31.05.05
in Surfen-Staunen-Zeit-totschlagen
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