Professor Dr. Norbert Bolz weiß in der TAZ, wohin das mit dem Internet und diesen Blogs und E-Mails geht und was das mit den Menschen macht und so. (Das ist auch sein Job, schließlich ist er Professor für Medienirgendwas an der Technischen Universität Berlin.
Zum Beispiel, das hat er bei seinen Forschungen herausgefunden, gibt das Internet auch Menschen mit geringen sozialen Fähigkeiten eine Kommunikationsmöglichkeit. Ja, wirklich! Leute, die der soziale Zwang zur Beachtung ziviler Umgangsformen von direkter Kommunikation abgeschreckt, brauchen nur ein E-Mail-Programm, um doch kommunizieren und dabei ganz sie selbst sein zu können – zum Beispiel die lieben Studenten: "Seitdem es E-Mail gibt, werde ich von schriftlichen Anfragen überrannt. Der Ton ist informell bis aggressiv, Forderungen werden klar vorgetragen. [...] Das ist doch toll."
Allerdings, so lautet eine zweite, faszinierende Erkenntnis, klafft oft eine große Lücke zwischen Internet-Schein und wahrem Sein. Zum Thema “Partnersuche im Internet” bekommt man deshalb den professoralen Ratschlag: "Man sollte den Kontakt auf der virtuellen Ebene belassen und dort weiterpflegen. Das kann auch sehr bereichernd sein."
Und die Zukunft? Alle müssen ins Netz, wenn sie überleben wollen. Aber noch nicht gleich: " ... solange das meiste Geld noch außerhalb des Internets verdient wird, können nur Leute mit viel Freizeit den halben Tag Videos produzieren, Blogs schreiben, chatten und spielen. Allen anderen fehlt dafür die Zeit, dafür muss man sich nicht schämen."
Puh! Glück gehabt.
Link: "Die soziale Barriere ist gefallen"
Simon Hengel
6.02.07
in Surfen-Staunen-Zeit-totschlagen
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atom
Ah. Jetzt wird mir doch einiges … um einiges klarer. Gut, dass du diese wertvollen wissenschaftlichen Erkenntnisse so kompakt auf den Punkt gebracht hast. Da weiß ich jetzt wenigstens, wo ich gucken muss, wenn ich Probleme mit meiner virtuellen Kommunikation habe.
:-)
— Susanne Ackstaller 2007-02-06 11:45 #